Geschichte
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Aus der Geschichte von Oberwiesen

Die Gründung des Dorfes Oberwiesen lässt sich nicht genau feststellen. Im Gegensatz zu den älteren Orten der Umgebung gehört Oberwiesen in seiner Entstehungsgeschichte einer jüngeren Besiedlungszeit an. Es ist möglich, dass das erwähnte "wisha" mit dem heutigen Oberwiesen identisch ist. Vermutlich war die Siedlung Eigentum der Herrschaft Stauf, welche sie als Lehen weitergab.

Andere geschichtliche Quellen sprechen dafür, dass die Entstehung des Dorfes um das Jahr 1200 anzusetzen ist, und zwar durch die Herren von Morschheim, die wiederum Lehensleute der Bolander Grafen waren. Deren Herrschaft ging später in die Nassau-Weilburgische Linie in Kirchheim über.

1303 bestimmte Wirich von Dhaun dem Kloster Eußertal eine Gülte auf seinem Hubhofe bei Wihsen und 1351 überließ Ritter Sybilmann Monphorn von Flomborn die Bruvelwiese zu Oberwizzen dem Antoniterkloster zu Alzei.

1370 war Oberwiesen an Heinrich von Wißen und Heune von Morschheim verliehen. Als 1386 die Morschheimer Linie ausstarb, belehnte Nassau den Philipp Ludwig von Steinkallenfels mit den Gerechtsamen und dem Zehnten von Oberwiesen als Mannlehen. Nach dem Erlöschen dieses Geschlechtes fiel das Dorf wieder an die Herrschaft von Nassau zurück, 1750 erwerben es die Herren von Sturmfelden käuflich als eine von Kurpfalz lehnbare Vogtei, von da ab teilte es alle Schicksale der Kurpfalz.

1798 wurde Oberwiesen dem von den Franzosen gebildeten Department Donnersberg zugeordnet und war mit seiner Bürgermeisterei dem Kreis Alzey zugeteilt.

Bis 1854 gehörte Oberwiesen zur Bürgermeisterei Orbis, später zu Kriegsfeld. Erst im Frühjahr 1921 erhielt das Dorf eine selbständige Gemeindeverwaltung.