Lokale Agenda
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Lokale Agenda und ehrenamtliche Arbeitskreise in der VG Kirchheimbolanden

Am 2. Februar 1999 stellt die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen des Verbandsgemeinderates den Antrag, eine kommunale Agenda 21 zu beschließen. Diesem Antrag schließt sich der Rat einstimmig an.

In der Folgezeit findet eine intensive Arbeit in der Verwaltung statt, um Lösungsansätze der Umsetzung des Themas zu erarbeiten. Kommunen wählten hierbei verschiedene Wege. Frau Susanne Schulze aus Marnheim erklärte sich bereit, an der Erarbeitung einer Lokalen Agenda 21 mitzuwirken. Sie ist bereits gut mit dem Thema bekannt, verfügt über Verbindungen zur Landeszentrale für Umweltaufklärung in Mainz und hat maßgeblichen Anteil am Gelingen der Auftaktveranstaltung. Entsprechende Informationsveranstaltungen werden besucht, langsam entsteht ein Überblick über die Lokale Agenda 21. Im Rathaus wirken neben Bürgermeister Haas noch Oberamtsrat Udo Bauer mit. Rektor Nicolay von der Regionalen Schule Kirchheimbolanden ist von Anfang an ein begeisterter Mitstreiter, er strebt für seine Schule das Markenzeichen „ökologische Schule“ an, das in der Folgezeit auch verliehen wurde.

In zwei vorbereitenden Sitzungen im engsten Kreise im September und Oktober 1999 wird die erste Arbeitskreissitzung auf den 29. Oktober 1999 terminiert. Auch die örtliche Presse ist von Anfang an eingebunden.Informationsmaterial wird von überall her bezogen, u.a. auch vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit, vom Hessischen Ministerium für Umwelt, Energie, Jugend, Familie und Gesundheit, die übrigens über sehr gutes Material verfügten und natürlich von unseren rheinland-pfälzischen Behörden, u.a. der Landeszentrale für Umweltaufklärung.

Es folgten vom 29. Oktober 1999 bis 8. März 2000 insgesamt 7 Arbeitskreissitzungen, die Beteiligung lag zwischen 9 und 15 Personen. Bereits in der zweiten Sitzung wurde das Thema „Öffentlichkeitsarbeit“ diskutiert. Die Idee, ein „Logo“ zu entwerfen, damit sich alle besser damit identifizieren, wurde aufgegriffen.

Das Logo war Ergebnis eines Wettbewerbs von Schülerinnen und Schülern der Regionalen Schule in Kirchheimbolanden. Am 19. Januar 2000 fand in der Regionalen Schule eine Vorauswahl statt. Unter 70 Vorschlägen kamen 7 in die Endauswahl Die Endauswahl fand am 26. Januar 200 statt. Aus 2 Vorschlägen wurde das Logo gebildet; es besteht aus 3 farbigen Luftballons mit der Aufschrift „Zukunft beginnt heute“. Das Logo wurde patentiert.

Die Auftaktveranstaltung fand am 31. März 2001 in Marnheim statt. Als Hauptredner konnte Herr Dirk Krohn von ICLEI Freiburg gewonnen werden. Die Landeszentrale für Umweltaufklärung in Mainz übernahm dessen Kosten. Ein Luftballonwettbewerb und entsprechendes Programm sorgten für eine interessante Veranstaltung.

Folgende Themenkreise wurden vorbereitet, es bestand die Hoffnung, dass sich an diesem Abend oder in der Folgezeit entsprechende ehrenamtliche Mitstreiter finden, um die Arbeitskreise mit Leben zu füllen:


Der Arbeitskreis Streuobstwiese nahm seine Arbeit sofort auf. Er tagte mehrmals, stellte sogar in Eigenproduktion Apfelsaft her. Allerdings erlahmte das Interesse bei den Mitstreitern und die Aktivitäten wurden eingestellt. Mittlerweile gibt es 2 Gruppen, die von der Verbandsgemeinde über die Haushaltsstelle Lokale Agenda im Bereich Streuobstwiesen finanziell unterstützt werden. Es handelt sich um Schülerinnen und Schüler der Hermann-Nohl-Schule (Heilpädagogium Schillerhain) und der NABU (Herr Rüdiger Viessmann). Trotz mehrmaligem Anlauf gelang es nicht, die oben genannten Arbreitskreise zu besetzen. Allerdings entstand ein Arbeitskreis „Globaler Aspekt“. Ergebnis dieses Arbeitskreises, der mittlerweile nicht mehr besteht, ist das sog. „Erdmobil“, das bei Tagungen zu diesem Thema ausgestellt wurde und vom Land mit 20.000.-DM bezuschusst wurde.

Im Jahr 2001 wurde ein Jugendarbeitskreis unter Leitung von Bürgermeister Haas gegründet, der bis heute sehr aktiv ist und sich für Veranstaltung im Bereich Kinder- und Jugendarbeit engagiert. Herr Andreas Thur aus Dannenfels übernahm 2003 den Vorsitz, den er 2005 wieder an Bürgermeister Haas übergab.

2002 wurde erneut Anlauf genommen, um die Arbeitskreise zu besetzen. Der Arbeitskreis Tourismus unter der Leitung von Ernst-Ludwig Huy nahm seine Arbeit auf. Thema war die Bildung eines Radwegenetzes innerhalb der Verbandsgemeinde mit überörtlicher Anbindung. Im Arbeitskreis waren u.a. Vertreter der unteren Landespflegebehörde, sowohl Vertreter der Land- und Forstwirtschaft.

Ein weiterer Arbeitskreis, Kneippwanderwege, wurde unter der Leitung von Bürgermeister Axel Haas gegründet, der heute noch sehr aktiv ist. Dieser Arbeitskreis wird getragen von den Verbandsgemeinden Kirchheimbolanden, Alzey-Land und dem Zweckverband Rheinhessische Schweiz. Ergebnis ist u.a. die Installation des Kneipp-Napoleon-Wanderweges, die Herausgabe einer Wanderkarte, sowie Flyer und Pins.

Ein Arbeitskreis Sicherheit entstand im Jahre 2002, der allerdings nur zweimal tagte und mangels Interesses sich wieder auflöste.

Im November 2002 wurde gemeinsam mit der Volksbank ein Unternehmerstammtisch ins Leben gerufen, der einmal monatlich tagt und immer ein bestimmtes Thema behandelt. Betriebe werden besichtigt, die Kontakte zur Landespolitik werden hergestellt, um an Fördermöglichkeiten zu gelangen, Referenten werden eingeladen.

Im Jahr 2003 wurde ein Arbeitskreis Senioren unter der Leitung von Bürgermeister Haas gegründet. Angeregt wurde dieser von Albert Hahn, damals Vorsitzender des Kreisseniorenrates. Im Jahr 2004 übernahm Herr Georg Hapke den Vorsitz des Seniorenarbeitskreises. Der Seniorenarbeitskreis hat u.a. einen Seniorenkompass für unsere Verbandsgemeinde herausgegeben, der im Jahre 2008 fortgeschrieben wurde, Fahrkurse für Senioren, sowohl Beratungs- und Aufklärungsveranstaltungen mit der Polizei werden angeboten. Im Rahmen der landesweiten Aktion „Wer nichts tut macht mit“ beteiligt sich der Arbeitskreis aktiv an Aktionen (z.B. Teilnahme am landesweiten Ehrenamtstag 2008).

Übersicht der aktuellen Aktivitäten im Bereich der Lokalen Agenda

Arbeitskreis Kneippwanderweg


Arbeitskreis Jugend


Arbeitskreis Senioren