Geschichte
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Aus der Geschichte von Kriegsfeld

Im Handbuch der Historischen Stätten Deutschlands beschreiben Prof. Petry und Werle, dass Kriegsfeld (neben Mörsfeld) eine der ältesten Ansiedlungen der Gegend sei. Im Fuldaer Urkundenbuch heißt es im Oktober 900 noch "Chrichesfeld".

Um das Jahr 1100 löste sich die alte fränkische Gauverfassung auf, und es bildeten sich eine Reihe selbständiger und erblicher Herzogtümer, Markgrafenschaften, Wild-Rhein- und Raugrafenschaften. Was man vorher als Lehen oder Amt besaß, nahm man sich nun als Eigentum. Kriegsfeld gehörte mit 24 weiteren Dörfern links und rechts der Alsenz zu dem Gebiet, das sich die Raugrafen aneigneten. Rund 200 Jahre gehörte Kriegsfeld als ungeteilter Ort zu den Raugrafen. Die Zweiteilung begann im 13. Jahrhundert und endete erst im Jahre 1579. Durch Verpfändung und Verkauf war eine Hälfte von Kriegsfeld in den Besitz der Grafen von Bolanden und 1376 an den Kurfürsten Ruprecht von der Pfalz übergegangen, während die andere Hälfte 1457 in die Hand des Kurfürsten Friedrich I. von der Pfalz gekommen war. Erst im Jahr 1579 gehörte ganz Kriegsfeld zur Kurpfalz und wurde dem Amte Erbes-Büdesheim, Oberamt Alzey, unterstellt. Wie die beiden Teile von Kriegsfeld gegeneinander abgegrenzt waren, ist nicht überliefert.

Im Jahre 1622 erhielt die Gemeinde vom Kurfürsten ihr Wappen: Ein gepanzerter Krieger mit einem Lorbeerkranz in der Hand.

Nach einer Zeit relativen Wahlstandes im 18. Jahrhundert brachten die französischen Revolutionskriege schweres Leid über Kriegsfeld. Es wurde -wie andere Gemeinden der Umgebung- dem Departement Donnersberg zugeordnet.

Ausgehend von Jahre 900 feierte Kriegsfeld im Jahre 2000 stolz seine 1100-jährige Ortsgeschichte.