Geschichte
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Aus der Geschichte von Mörsfeld

Mörsfeld - die nördlichste Gemeinde der Verbandsgemeinde Kirchheimbolanden, wird auf drei Seiten von rheinhessischem Gebiet begrenzt. Die in einer nach Norden geöffneten Talmulde gelegene ländliche Wohngemeinde hat eine Gemarkungsgröße von 525 ha.

Die frühe Geschichte des Dorfes ist ungewiss. Das Waldland um Mörsfeld soll bereits Ende des 9. Jahrhunderts besiedelt gewesen sein. Um 1100 kommt der Ort in den Besitz der Raugrafen. Die älteste bekannte Schreibweise lautet "Morßfelt", benannt nach einem Siedler Namens Moro. Zusammen mit dem Daimbacherhof wird Mörsfeld um 1370 an die Burg Erbes-Büdesheim "versetzt". Im Bauernkrieg (1525) wird Mörsfeld -zusammen mit dem Kloster Daimbach- vollständig vernichtet. Auch die Kriegsjahre 1792 - 1801 brachten Unheil über Mörsfeld. Hohe Abgaben und Einquartierungen ließen die Einwohner nicht zur Ruhe kommen.

Historisch bedeutender als Mörsfeld ist der etwa 1 km vom Ort entfernte Daimbacher-Hof. In der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts wurde dort ein Zisterzienser-Nonnenkloster gegründet. Bereits 1310 aber war das Gotteshaus so zerfallen, dass man an eine Neugründung dachte. Im Bauernkrieg wurde das Kloster dann mehrmals beraubt und verwüstet und nach und nach gänzlich verlassen. Nur ein Torbalken und ein silbernes Glöcklein, das heute im Turm der katholischen Kirche hängt, zeugen vom Kloster Daimbach.

Die zweite für Mörsfeld bemerkenswerte Besonderheit befand sich unweit des Klosters: das Gebiet der Quecksilbergruben. Nach einem erfolgreichen Abbau am Ende des 15. Jahrhunderts brachte der 30-jährige Krieg einen vollkommenen Stillstand für das Bergwerk. Erst zu Anfang des 18. Jahrhunderts begann eine neue Blütezeit, aber noch vor 1850 kam der Bergbau in den ehemals so reichen Gruben ganz zum Erliegen. Abraumhalden und Einbrüche im Gelände sind heute noch stille Zeugen von einstiger Betriebsamkeit.